Die AWO im Gespräch zur Rolle der Sozialen Arbeit heute

Einladung zur Diskussionsveranstaltung am 2. September in Erfurt

Am 2. September 2025 lädt der AWO Landesverband Thüringen von 10.00 bis 12.00 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung im Café Franz Mehlhose in Erfurt ein. Diskutiert wird die Rolle der Sozialen Arbeit zwischen gesellschaftlichem Auftrag und ökonomischem Druck. Soziale Arbeit soll Teilhabe sichern und Benachteiligte stärken, ist aber zugleich eingebunden in Wettbewerbs- und Vergabeverfahren, die Anpassung verlangen. Damit wächst die Frage, wie sie ihre Funktion als kritische Stimme und politische Akteurin ausfüllen kann.

„Soziale Arbeit kann nicht reparieren, was strukturell falsch läuft. Deshalb muss sie Stimme für diejenigen sein, die selbst keine Lobby haben – und das ist ein zutiefst politischer Auftrag“, betont Katja Glybowskaja, Geschäftsführerin des AWO Landesverbandes Thüringen. „Wir wollen deutlich machen, dass Soziale Arbeit nicht nur Unterstützerin im Alltag ist, sondern auch demokratisches Korrektiv, Mahnerin und Gestalterin gesellschaftlicher Prozesse.“

Die Veranstaltung bringt Akteure aus Wissenschaft, Politik und Wohlfahrt ins Gespräch, um zu diskutieren, wie Soziale Arbeit heute wirksam sein kann, ohne ihre kritische Stimme zu verlieren. Im Programm sprechen unter anderem Dr. Eva Douma, Business Coach und Beraterin für Sozialwirtschaft und Verwaltung, Prof. Dr. Christine Rehklau von der Fachhochschule Erfurt sowie Prof. Dr. Theresa Hilse-Carstensen vom Institut für kommunale Planung und Entwicklung. In zwei Podiumsrunden diskutieren Vertreterinnen und Vertreter von Wohlfahrtsverbänden und Politik, darunter Katja Glybowskaja, Stephan Panhans (Parität Thüringen), Anke Wirsing (BSW), Moritz Kalthoff (SPD) und Katja Maurer (DIE LINKE).

„Die Frage ist nicht, ob wir uns anpassen müssen – das tun wir längst“, so Katja Glybowskaja. „Entscheidend ist, ob wir es schaffen, unter diesen Bedingungen auch unbequeme Fragen zu stellen: über Armut, über Bildungsgerechtigkeit, über den Fachkräftemangel und über die Zukunft sozialer Infrastruktur. Wenn Soziale Arbeit diese Themen nicht einbringt, verliert sie ihren Kern.“

Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird um Anmeldung an sebastian.perdelwitz@awo-thueringen.de gebeten.

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Symbolbild zur Veranstaltung