Die geplante Entscheidung des Bundes, das Programm „Respekt Coaches“ Ende 2026 ersatzlos auslaufen zu lassen, ist nicht hinnehmbar. Damit droht der Verlust einer wichtigen und bewährten Struktur an Schulen – mit direkten Folgen für den Schulalltag und das demokratische Miteinander.
Das Programm ist längst kein Zusatzangebot mehr. Respekt Coaches sind seit acht Jahren fester Bestandteil der Schulkultur. Allein in Thüringen arbeiten sie trägerübergreifend an elf Schulen. Auch die AWO in Thüringen beschäftigt vier Respekt Coaches. Dort leisten sie unverzichtbare Arbeit für Demokratiebildung, soziale Kompetenzen und ein respektvolles Miteinander.
Bundesweit wurden seit Einführung des Programms über 730.000 Schüler*innen erreicht. Diese erfolgreiche Arbeit jetzt ersatzlos zu streichen, gefährdet nachhaltige Demokratieförderung an Schulen und reißt gewachsene Unterstützungsstrukturen weg, die nicht einfach ersetzt werden können.
Klassen lernen, Ausgrenzung entgegenzutreten
Seit 2018 stärken und leiten Respekt Coaches Schüler*innen in den Bereichen Demokratiebildung, Antirassismus, sozialem Zusammenhalt sowie in der Prävention von Antisemitismus und Mobbing. Sie schaffen Räume für Austausch und Offenheit und unterstützen Klassen dabei, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten.
Gerade heute - in Zeiten massiver gesellschaftlicher Spannungen - braucht es diese Arbeit mehr denn je. Lehrkräfte und Schulsozialarbeit leisten bereits enorm viel – doch oft fehlen Zeit, Personal und spezialisiertes Know-How, um aktuelle gesellschaftspolitische Konflikte ausreichend aufzufangen. Genau hier setzen Respekt Coaches an: mit fachlicher Expertise, kontinuierlicher Begleitung und enger Zusammenarbeit mit den Schulen.
Der AWO Landesverband Thüringen fordert deshalb: Das Programm „Respekt Coaches“ muss erhalten bleiben.

