Künstliche Intelligenz im Dienst der Menschen

Die AWO im Gespräch zu einem gemeinwohlorientierten Umgang mit KI

Wie lässt sich künstliche Intelligenz in der Sozialen Arbeit so einsetzen, dass sie Beschäftigte entlastet und zugleich den Menschen in den Mittelpunkt stellt? Welche Aufgaben können wir ihr überlassen, wo bleiben menschliche Erfahrung und Verantwortung unverzichtbar? Und welche Rahmenbedingungen braucht es für einen gemeinwohlorientierten Umgang mit KI? Über diese Fragen möchte die AWO Thüringen am 10. November in Erfurt mit Expert*innen aus Praxis, Wissenschaft und Politik diskutieren.

Wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten bereits heute sind, zeigt das Innovationslabor der AWO Thüringen. Dessen einfacher und praxisnaher KI-Ansatz findet großen Zuspruch: Ob Simultanübersetzungen, Unterstützung beim Schreiben von Fördermittelanträgen oder die Generierung von Texten und Bildern – die Anwendungen zeigen, wie künstliche Intelligenz den Arbeitsalltag in Kindergärten, Pflegeeinrichtungen und anderen Bereichen der Wohlfahrt erleichtern kann. Mit der Gründung des Kompetenzzentrums KI für Soziale Services (K-KISS GmbH) geht die AWO diesen Weg konsequent weiter und entwickelt eigene Lösungen für die Soziale Arbeit.

„Wir wollen künstliche Intelligenz nutzen, um unsere Beschäftigten zu entlasten und mehr Zeit für persönliche Begegnung und gute soziale Arbeit zu schaffen“, erklärt Katja Glybowskaja, Landesgeschäftsführerin der AWO Thüringen. Gleichzeitig setze sich die AWO kritisch mit Fragen der Verantwortung, des Datenschutzes und der wachsenden Abhängigkeit von großen Technologieunternehmen auseinander. „Wir wollen diese Entwicklung mitgestalten und unsere Werte einbringen. Denn nicht allein das technisch Machbare oder wirtschaftlich Rentable darf entscheidend sein, sondern vor allem der Nutzen für die Menschen.“

Wie sich dieser Anspruch im Arbeitsalltag umsetzen lässt und welche Herausforderungen dabei zu berücksichtigen sind, steht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Otto Obert (Main DigitalEthiker GmbH) beleuchtet ethische Fragen, Heiko Kahl (Traeno GmbH) Chancen und Risiken der praktischen Anwendung. Verena Würfel (AWO Thüringen) stellt den KI-Spielplatz und das Innovationslabor vor. Mit Vertreter*innen der Thüringer Landtagsfraktionen wird zudem über die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen diskutiert.

Im Anschluss besteht bei einem Imbiss Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 4. November 2026 unter sebastian.perdelwitz@awo-thueringen.de, da die Platzkapazitäten begrenzt sind.

Zurück